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NATÜRLICH AKTIV


Artgerecht gehaltene Pferde sind zufriedene Pferde. Zufriedenheit ist eine Basis für Gesundheit und Leistungsbereitschaft. (Gibt es auch eine artgerechte Haltung für Menschen?) Das Prinzip der Freilandhaltung im "Aktivstall" gestattet Pferden eine natürliche Aktivität und bringt Reiterinnen ein Stück weiter auf dem Weg zum entspannten Reiten. Wir sind sicher, daß für (fast) jeden Anspruch etwas dabei ist.

Hier kommt zunächst eine Bilderreise durch das Aktivland, danach folgt eine etwas technischere Erklärung.

Gleich dorthin? bitte hier klicken:

 
  • Zuerst einmal ein Überblick.

  • Nää, wat is dat hier schön...

  • Die Futterstation - hier ist der Computer der Futtermeister

  • ...bisschen Bewegung schadet auch nicht.

  • Stroh. Nur hier, damit der Weg sich auch lohnt.

  • Auch Wasser will erst verdient sein.

  • Noch einmal eine Heuraufe; das Netz verhindert Fressorgien. Grasfressen wäre ja auch Arbeit...

  • Zutritt nur mit Ausweis: die Heuraufen im durch codierten Chip zugänglichen Bereich.

  • Hier wird der Chip gelesen: Kontrolleinheit am Selektionstor

  • Der größte Teil des Aktivlands: die Weide


























 


Sozusagen ein "drive-in" für Pferde: Die Kraftfutterstation.



Bei Regen, bei Hitze, bei Ruhebedürfnis: Die Liegehalle.



Hier gibt's deftiges: Die Strohraufe



Die Tränke: Der Weg hierhin ist manchmal weit – aber sorgt für Bewegung!



An Heu soll es nicht mangeln: Vier Heuraufen.



Wer einen Chip hat, kommt hier rein: Der Eingang zur Weide.



...und da ist sie: die große Freiheit!


 
 
 
die theorie

 

Über das Leben der Pferde in der Natur, und wie es zum Vorbild für eine artgerechte Haltung dient.
Ein Klick auf + zeigt den ganzen Text, - verbirgt ihn wieder

Pferde sind Herdentiere, und ihre Herden sind zur Nahrungssuche fast permanent in Bewegung. Körperbau und Organfunktionen sind darauf abgestimmt, und auch ihr Sozialverhalten entwickelt sich aus Raum und Bewegung: sie sind an diese natürlichen Gegebenheiten angepasst. Die immer noch verbreitete Pferdehaltung in Boxen, mit reduzierter Bewegung erschwert, oder - im schlimmsten Fall - ignoriert das. So ist es verständlich, daß ein Pferd, das nicht unter vergleichbaren Bedingungen lebt, Verhaltensauffälligkeiten zeigen und gesundheitliche Probleme haben kann.
Mit unseren Freilandstallsystemen soll nun den Pferden die Möglichkeit gegeben werden, wieder weitgehend artgerecht zu leben.
Die Übersichtsskizze oben veranschaulicht das Prinzip,daß den ursprünglichen Lebensraum der Pferde, nämlich karge Grünflächen, Wälder und Steppe mit weiten Strecken zwischen den einzelnen Trink- und Fressplätzen, nachempfindet: Viel Bewegungsraum bietet die große Weide, weil sich aber Wasser, Hafer, Heu und Stroh nicht im Weidebereich, sondern auf dem 5500m² großen befestigten Paddock befinden und hier auch noch weit auseinander liegen, legen unsere Pferde wie in der Natur laufend und fressend eine Entfernung von bis zu 20 Kilometern in 24 Stunden zurück.

Die Computertechnik hilft uns hier, das sparsame Nahrungsangebot der Natur zu simulieren. Jedes Pferd trägt einen Chip, in dem Informationen zum individuellem Nahrungsbedarf gespeichert sind. Der großzügige Heufressbereich ist nur durch sogenannte Selektionstore mit Chipleser zugänglich; je nach gespeicherter Information wird den Pferden nur zu geregelten Zeiten der Zugang zum Heu freigegeben. So ist es möglich, Gruppen zu bilden, die gut zusammen passen und sich beim gemeinsamen Fressen nicht behindern. In der Kraftfutterstation ist es möglich, jedem einzelnen Pferd individuell zusammengestellte Kraftfutterrationen bis zu zwanzig mal täglich zukommen zu lassen.
Pferde lernen schnell, sich auch anderswo nach Nahrung umzusehen, wenn Ihnen an der Futterstation nichts mehr zugeteilt wird – und bleiben so nahezu ständig auf Nahrungssuche und damit in Bewegung.
Und weil sie so einem naturähnlichen Rhythmus folgen, entwickeln unsere Pferde eine ihren Bedürfnissen entsprechende Rangordnung und sorgen selbst für ein ruhiges Herdenleben.


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 die praxis

Über Computertechnik und Pferdeintelligenz – und wie das zusammen geht.
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Zur Umsetzung der Idee von der naturnahen Pferdehaltung setzen wir auf die natürliche Intelligenz der Tiere und, wie schon erwähnt, auf moderne Computertechnik.
In einer naturnahen Umgebung besinnen sich auch "kulturgeschädigte" Pferde auf ihre Instinkte, wozu auch das Lernen von Artgenossen innerhalb des Herdenverbandes gehört. So entsteht ein Bewegungsablauf, der von der Futter- und Wassersuche geprägt ist, und in den sich auch Neuankömmlinge schnell eingliedern.

Die Integration der naturfremden Bestandteile eines Aktivstalls , wie chipgesteuerte Selektionstore oder Kraftfutterstation, in den natürlichen Ablauf funktioniert dank auf Nachahmung basierender Lernprozesse genauso einfach wie die Akzeptanz zusätzlicher Angebote: die Liegehalle ist zur Zeit der "Renner".
Die Chips können entweder an einem Halsband getragen oder in die Mähne eingeflochten werden. Die dritte, technisch mögliche Lösung scheitert derzeit noch an einer unklaren Rechtslage; europäische Bürokratie hat noch keine verbindliche Regelung für das Implantieren der Chips unter die Haut gefunden.


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erste erfahrungen

Seit vielen Jahren sammeln wir nun Erfahrungen mit den Freilandhaltungssystemen("Aktivstall"). Lesen Sie hier, wie Pferde auf ihre neue Umgebung reagieren.
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Manche begreifen schnell, andere sind langsamer und müssen erst eine Weile den anderen zuschauen, bis sie den Bogen raus haben. Bei den Pferden ist das nicht anders als bei ihren Besitzern. Aber nach einiger Zeit haben alle es verstanden.
Es ist interessant zu sehen, wie sich Gemeinschaften bilden, die sich gegenseitig gegen andere, Pferde abschirmen, um so in Ruhe ihre Rationen verzehren zu können.
Wir erwähnten es schon: die Liegehalle erfreut sich großer Beliebtheit, die Strohraufe ist ein häufig frequentierter Treffpunkt, an der Kraftfutterstation steht man öfter Schlange und die Heuversorgung stößt geradezu auf Begeisterung...Und genau das hat sich als verbesserungswürdig herausgestellt.


Da Pferde bekanntermaßen nicht dumm sind, haben einige Schlaumeier die Region um die Heuraufen zu ihrem Daueraufenthaltsplatz erkoren.
Das ist im Sinne des bewegungsfreundlichen Akivlands, der gesunde und schlanke Pferde fördern soll, natürlich kontraproduktiv. Abhilfe mußte her, und sie ist in Form von zeitlich begrenzter Heuzuteilung über Selektionstore realisiert worden. Es sei aber auch erwähnt, daß eine kontrollierte Heugabe die Resourcen schont und eventuell nötige und kostenintensive Zukäufe reduziert. Das schont die Geldbeutel aller Beteiligten.

Wir können unsere Erfahrungen so zusammenfassen: es funktioniert!


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kann mein pferd das auch?

Aber sicher. Pferde sind intelligente Tiere, sie können sich auf neue Situationen einstellen.
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Wir erwähnten es schon: bei manchen dauert es etwas länger, aber das Lernen durch Nachahmen funktioniert gut. Es geht natürlich nicht nur ums Fressen allein; auch die Fresszeiten merkt sich die innere Uhr nach einiger Zeit. Ältere oder rangniedrige Pferde können so zu anderen Zeiten Raufutter bekommen; Rangeleien an den der Futterraufen werden weitestgehend vermieden.


Ihr Pferd ist problematisch im Umgang mit anderen Pferden? Die naturnahen Bedingungen unserer Freilandsysteme begünstigen soziale Lernprozesse, so daß auch Sorgenkinder eine Chance bekommen. Natürlich hilft auch Geduld und Motivation der Besitzer bei der Eingewöhnung, und auch wir, die Leides helfen natürlich gerne bei der Integration.Nur in Ausnahmefällen müssen wir Pferde vom Leben in unseren Haltungssystemen rausnehmen.


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hintergrundwissen





So, Sie finden das Thema "Aktivstall" interessant? Dann möchten Sie sicher noch mehr wissen. Zum Beispiel, woher wir unser Konzept haben. Dies und die nötige Technik liefert uns die Firma "HIT" in Weddingstedt.
http://www.aktivstall.de : Hier können Sie sich auf deren Internetseiten näher informieren.

Und hier noch ein abschließender Panoramablick auf die Halle mit den umgebenden Futtereinrichtungen.


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